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Basel-Stadt revidiert seine Immobilienstrategie im Zeichen der Nachhaltigkeit 

Der Regierungsrat möchte mit den Immobilien im Finanzvermögen zu einer nachhaltigen Entwicklung der baselstädtischen Bevölkerung beitragen. Hierfür hat er fünf strategische Grundsätze definiert, welche sozial-, wirtschafts- und umweltpolitische Ziele verfolgen. Es soll preisgünstiger Wohnraum gefördert, die Verfügbarkeit von Geschäftsflächen sichergestellt sowie eine CO2-Neutralität erreicht werden.

Der Regierungsrat hat heute die Richtschnur für die weitere Entwicklung der Immobilien im Finanzvermögen vorgegeben. Immobilien Basel-Stadt (IBS), welche sich für das Immobilienmanagement des Kantons verantwortlich zeichnet, hat sich bei der Verwaltung des Finanzvermögens zukünftig an den folgenden Grundsätzen zu orientieren:

Preisgünstiger Wohnraum in Basel-Stadt

Die erhöhte Nachfrage nach Wohnraum hat in Basel die Situation für Wohnungssuchende zunehmend erschwert. Der kürzlich ergänzte Verfassungsartikel “Recht auf Wohnen” fordert, dass der Anteil an preisgünstigem Wohnraum im Kanton steigt. Der Regierungsrat möchte mit den Immobilien im Finanzvermögen zur Zielerreichung beitragen. Zum einen werden mit dem Wohnbauprogramm 1000+ bis im Jahr 2035 über 1‘000 neue und preisgünstige Wohnungen gebaut. Zum anderen soll vermehrt das Vermietungsmodell “Basler Kostenmiete” zur Anwendung kommen, welches bei der Vermietung von Wohnungen das Konzept der Kostenmiete anwendet. Weiter werden mittels Pilotprojekten neue Mietmodelle erprobt, um den heterogenen Wohnbedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.

Haushälterischer Umgang mit dem Boden

Mit rund 700 Baurechtsverträgen gehört der Kanton Basel-Stadt zu den grössten Baurechtsgebern in der Schweiz. Land soll auch weiterhin bevorzugt im Baurecht abgegeben werden. Grundstücke, die sich für den gemeinnützigen Wohnungsbau eignen, werden dem Dachverband der Wohnbaugenossenschaften Nordwestschweiz zur Ausschreibung angeboten. Immobilien Basel-Stadt nimmt zudem aktiv am Immobilienmarkt teil, um schnell auf Opportunitäten reagieren zu können. Bei Veräusserungen ist das öffentliche Interesse zu berücksichtigen.

Gleichbehandlung, Fairness und eine langfristige Optik in der Bewirtschaftung der Liegenschaften

Für die Vermietung und Bewirtschaftung der Liegenschaften im Finanzvermögen gilt das Prinzip der Gleichbehandlung und der Nicht-Diskriminierung. Der Kanton verfolgt eine faire Mietzinspolitik, berücksichtigt dabei wirtschaftliche sowie soziale Aspekte und kommuniziert offen und transparent gegenüber Kunden, Partnern und der Öffentlichkeit.

Engagement für die Ansiedlung und den Erhalt von Arbeitsplätzen

Unternehmen sollen in Basel-Stadt expandieren können oder sich neu ansiedeln. Immobilien Basel-Stadt setzt sich daher für eine angemessene Verfügbarkeit von Geschäftsflächen im Kanton ein und orientiert sich bei der Entwicklung an der Nachfrage.

Schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen und Reduktion der Umweltbelastungen

Die Liegenschaften im Finanzvermögen werden energetisch vorbildlich gebaut oder modernisiert, mit dem Ziel, die CO2-Neutralität des Immobilienportfolios im Finanzvermögen bis 2050 zu erreichen. IBS setzt sich zudem dafür ein, dass bei eigenen Arealentwicklungen natürliche Lebensräume berücksichtigt und gefördert werden.

Der Regierungsrat ist davon überzeugt, dass der Kanton mit der Immobilienstrategie bestens gerüstet ist für eine nachhaltige Entwicklung und Bewirtschaftung der Immobilien im Finanzvermögen.

Immobilienstrategie für das Finanzvermögen des Kantons Basel-Stadt

Weitere Auskünfte 

Dr. Tanja Soland, Tel. +41 61 267 95 50
Vorsteherin Finanzdepartement

Dr. Rolf Borner, Tel. +41 61 267 99 15
Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt